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Was sind die Ursachen der Angststörungen ?

Die Ursachen der Angststörungen sind bisher noch unklar. Wahrscheinlich gibt es nicht nur eine ganz bestimmte Ursache, sondern immer nur mehrere Ursachen, die zudem von Person zu Person variieren. Es wird jedoch bei allen Angststörungen eine Fehlsteuerung des an sich normalen Angst- Stress- (Kampf-/Flucht-) Mechanismus angenommen. Dabei geht man davon aus, dass es nach einer ersten Angstreaktion, die z.B. durch ein unangenehmes Erlebnis erlernt wurde, zu einem typischerweise auftretenden Vermeidungsverhalten kommt, welches eine dauernde Verfestigung der Angststörung bewirkt. Man vermutet, dass psychosoziale, psychologische, genetische und biologische Faktoren an der Entstehung von Angststörungen beteiligt sind. Ein meist moderater familiärer Einfluss scheint gesichert zu sein. Über familiäre Faktoren können u.a. ungünstige Denkstile und Fehlannahmen vermittelt werden, die z.B. zu übermäßigem Sicherheitsdenken und Kontrollbedürfnis führen können.

Vor allem bei der Panikstörung und der generalisierten Angststörung vermutet man, dass akute sowie chronische psychosoziale Stresssituationen zum Ausbruch der Erkrankung führen können. Bei sozialen Phobien, Panik- und generalisierten Angststörungen hat man Veränderungen im Zusammenspiel der verschiedenen Botenstoffe des Gehirns beobachtet. Man vermutet bei Menschen mit Angststörungen einen Mangel an bestimmten Neurotransmittern (Überträgerstoffe), wie z.B. Serotonin, Noradrenalin und Cholecystokinin, die zur Reizweiterleitung von einem Nerven zum anderen benötigt werden.

Schon seit längerer Zeit gibt es bei einigen Angststörungen Hinweise auf einen ausgeprägten familiengenetischen Einfluss. Die Hypothese, dass Angsterkrankungen und Panikstörungen auch auf Veranlagung beruhen können, wurde durch neueste Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts (MPI) in München bestätigt.

Die Neurowissenschaftler am MPI fanden heraus, dass es ein so genanntes "Anfälligkeits-Gen" gibt, das im ungünstigen Fall eine Angststörung auslösen kann. Man kann demnach davon ausgehen, dass Angst in erheblichem Maße genetisch determiniert und durch Erfahrung modifiziert wird.