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Atemtraining

Das Atemtraining ist für Menschen die unter Angststörungen leiden ganz besonders wichtig, da viele Betroffene während eines Panikanfalls schnell oder übertrieben tief atmen, d.h. sie hyperventilieren. Obwohl dies von den Betroffenen meistens gar nicht wahrgenommen wird, kann dies den Angstverlauf jedoch ganz entscheidend beeinflussen. Da bei der Hyperventilation zu viel Kohlendioxid ausgeatmet wird, kommt es zu einer Störung des Gleichgewichts von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut. Dies kann zu physiologischen Beschwerden wie Schwindel, Benommenheit, Taubheitsgefühlen, Herzrasen, Bauchschmerzen, Übelkeit oder vorübergehenden Sehstörungen führen. Oft haben die Betroffenen das Gefühl, neben sich zu stehen und in vielen Fällen kommt es dann zur Panik. Im weiteren Verlauf kann es auch zu (vorübergehenden) Muskelverkrampfungen kommen, die zu einer Pfötchenhaltung der Unterarme und Füße führen können. Es wir empfohlen, in dieser Situation eine Zeitlang in eine Tüte zu atmen, um den Kohlendioxidgehalt im Blut wieder zu erhöhen.

Durch bestimmte Atemübungen können die Betroffenen jedoch lernen, ihre unangemessene Atmung zu korrigieren und das Angstgeschehen zu beeinflussen.

Die verschiedenen Atemtherapien legen großen Wert auf eine möglichst ausgedehnte Ausatmungsphase. Wichtig ist, dass die Betroffenen es lernen, sich auf eine ruhige und gleichmäßige Bauchatmung zu konzentrieren. Das Grundprinzip der Bauchatmung besteht darin, dass man locker und leicht im Dreierrhythmus durch die Nase einatmet, durch den leicht geöffneten Mund ausatmet und eine kleine Atempause macht. Das Zwerchfell sollte sich hierbei locker und leicht heben und senken. Schaffen es die Betroffenen gleich zu Beginn einer Panikattacke auf diese Weise zu atmen, kann es nicht zur Hyperventilation kommen. Da die Kontrolle der Atmung hohe Konzentration erfordert, eignet sich die Methode auch gleichzeitig als "Ablenkungsmanöver" beim Aufkommen von Panik. Darüber hinaus lässt sich durch die Atmung indirekt auch der Herzschlag steuern, d.h. eine langsame Atmung verringert die Herzschlagfrequenz, während sie durch schnelles Atmen erhöht wird.