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Angst - und wann sie zur Krankheit wird

Angst ist eigentlich ein ganz normales Gefühl, das genauso wie z.B. Liebe, Ärger, Wut und Freude von jedem Menschen erfahren wird. Sie tritt meistens dann auf, wenn wir uns in einer Situation befinden, die von uns als bedrohlich, ungewiss und unkontrollierbar eingeschätzt wird. Meistens ist die Angst mit körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Atemnot, feuchte Hände, blasses Gesicht, Muskelzittern, weiche Knie etc. verbunden. Diese typischen und extrem schnell eintretenden körperlichen Veränderungen werden meistens als sehr unangenehm empfunden, obwohl sie nicht gefährlich sind. Sie dienen dazu, den Körper auf schnelles Handeln vorzubereiten. Angst ist eine automatische, bzw. unbewusste, schnelle Alarmreaktion, die sinnvoll und notwendig ist, um uns vor Gefahren zu schützen. Als Alarmsignal warnt sie unseren Organismus und erhöht unsere Aufmerksamkeit.

Nach Hans Morschitzky spricht man von Angsterkrankungen, "wenn die Ängste

  • ohne jede reale Bedrohung auftreten,
  • zu lange andauern,
  • auch nach Beseitigung einer realen Bedrohung andauern,
  • unangemessen, zu stark und zu häufig auftreten,
  • mit belastenden körperlichen Symptomen verbunden sind,
  • mit einem Verlust der Kontrolle über Auftreten und Andauern verbunden sind,
  • keine Bewältigungsstrategien verfügbar sind,
  • ausgeprägte Erwartungsängste zur Folge haben,
  • keine Erklärungskonzepte zur Beruhigung vorhanden sind,
  • zur Vermeidung der Angst machenden, objektiv ungefährlichen Situationen führen,
  • Unterlassungen wichtiger Aktivitäten zur Folge haben,
  • Einschränkungen im Leben bewirken,

belasten und starkes Leid verursachen."

Wenn die Angst jedoch übermäßig stark wird, kann sie unser Denken und unser Verhalten einschränken, unsere Konzentrationsfähigkeit verringern und uns sogar gefährden.